Gemeinschaftsprojekt JTK
Jungtierkrankheit 2011
Wichtige ErkenntnisseIm Jahre 2005 erschien in der renommierten Fachzeitschrift ?Avian Pathology? ein Artikel
über die Jungtaubenkrankheit, der die Fachwelt aufhorchen ließ. Der Artikel fasste die Ergebnisse
einer deutschlandweiten Studie zusammen. Diese wurde von Kollegen der Universitäten
Leipzig und Gießen sowie der Verbandsklinik Essen geplant, durchgeführt und
ausgewertet. Zum ersten Mal wurden Ursachen der Jungtierkrankheit benannt und komplex
dargestellt. Es handelt sich um eine sogenannte multifaktorielle Erkrankung, an deren
Beginn die immunsuppressive Wirkung des Tauben - Circovirus steht.
6 Jahre später plagen wir uns mit der JTK immer noch herum. Der auslösende Stressor kann
bei Brieftauben der erste Trainingsflug, bei Rassetauben eine Ausstellung sein. Wir kennen
milde Verläufe mit nachlassender Flugfreude bis hin zu katastrophalen Einbrüchen mit hohen
Verlusten. Die Therapie der Erkrankung nach Ausbruch der JTK ist inzwischen bewährt und
richtet sich in erster Linie gegen die Escherichia coli Stämme und Klebsiella pneumoniae, die
das Krankheitsbild ( Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit, gesträubtes Gefieder, Erbrechen,
Durchfall, verstärkter Urinabsatz, flüssigkeitsgefüllter Kropf) als einige der wichtigsten
Faktoren ganz entscheidend prägen.
Wir haben uns in diesem Jahr folgende Fragen gestellt: Können wir vorbeugend etwas tun,
damit die JTK gar nicht erst ausbricht? Oder was können wir tun, damit die JTK wenn sie
ausgebrochen ist einen milden Verlauf nimmt? Wir sind 2 verschiedene Wege gegangen.
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