Akupunktur für alle Felle

Akupunktur beim Kleintier

Der Begriff Akupunktur leitet sich ab von acus (Nadel, lat.) und pungere (stechen, lat.). Zur Behandlung werden sehr feine Nadeln an bestimmten Punkten, den so genannten Akupunkturpunkten gesetzt. Die Punkte liegen auf zwölf Hauptmeridianen. Dies sind gedachte Linien auf der Körperoberfläche.

Es konnte anatomisch nachgewiesen werden, dass jeder Meridian einen inneren Anteil besitzt, worüber er eine Verbindung zu den Organen hat. An den Akupunkturpunkten befinden sich Nervenbahnen, die mit der Nadel oder mit Wärme (Moxibustion) stimuliert werden können. Dies ist das Prinzip der Akupunktur. Bisher ist über die Vorgänge im Körper während einer solchen Behandlung nur wenig bekannt. Man weiß aber, dass sich die Durchblutung in der Umgebung eines genadelten Punktes verbessert. Das "Nadeln" ist wenig bis gar nicht schmerzhaft und wird in der Regel sehr gut akzeptiert.

Was passiert bei einer Behandlung?

Die Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei werden Verhaltensweisen gegenüber Artgenossen und dem Menschen, Fress- und Schlafgewohnheiten und die Beobachtungen des Besitzers in Bezug auf die Erkrankung besprochen. Anschließend erfolgt eine gründliche Untersuchung des Patienten.

Je nach Erkrankung werden dann mehrere Nadeln an verschiedenen Punkten des Körpers gesetzt. Diese verbleiben dort für ca. 30 Minuten. Die Behandlungsdauer ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich und schwankt von einer bis zu zehn Sitzungen. In der Regel wird die Akupunktur einmal in der Woche durchgeführt.

Dr. Daniela Voigt
Akupunktur / Physiotherapie

Folgende Erkrankungen können wir mittels Akupunktur behandeln:

  • Erkrankung des Bewegungsapparates
    degeneratives Gelenksleiden, Arthrose, Arthritis, Frakturen, Lahmheit, Sehnentzündungen, Rückenschmerzen, Hüft- und Ellenbogengelenksdysplasie, Lähmungen, Prellungen, Zerrungen, Bandscheibenvorfälle, Spondylose, Cauda-Wquina-Syndrom u.v.m
  • Schmerztherapie bei degenerativen Prozessen
    Schmerzlinderung
  • Muskulatur
    Muskelverspannungen, Muskelfaserriss

  • Hauterkrankungen
    Ekzeme, Entzündungen, Narbenbehandlung, Wundheilungsstörung
  • Notfallsituationen (z.B. Schock)
  • Hormon- und Stoffwechselstörungen
  • chronischer Katzenschnupfen
  • Verhaltensstörungen (z.b. Geräuschangst)

Wir bieten 3 Therapie-Methoden für Hunde, Katzen, Pferde und Kaninchen an.

Gemeinsam mit Ihnen und je nach Beschwerdebild entscheiden wir, welche Akupunkturtherapie zu diesem Zeitpunkt für Ihr Tier am besten geeignet ist und den bestmöglichen Erfolg bringt.

Klassische Akupunktur

Hilfreiche Nadeltherapie bei Schmerzen, funktionellen Störungen und Harmonisierung des Immunsystems

Das traditionell Chinesische, Jahrtausend alte Heilverfahren spricht Selbstheilungskräfte an und aktiviert diese.

Die Nadelakupunktur sucht nicht nur die Symptome sondern immer nach der Wurzel der Erkrankung. Der Nadelstich stimuliert Akupunkturpunkte und Störungen werden aufgehoben, damit der Körper wieder versorgt wird. Unter anderem werden Blockaden gelöst, Stagnationen bewegt und Leere wieder mit Energie versorgt. Schmerzen werden gelindert und gestörte Organfunktionen in Bewegung gebracht. Das natürliche Gleichgewicht wird aufgebaut und der Körper lernt die Balance selbst wiederherzustellen.

Der Einstich erfolgt nur leicht in die Haut des Tieres und empfindet so nur wenig Schmerz. Sollte das Tier diese Nadeltherapie ablehnen kann man hier als gute Alternative die Laserakupunktur anwenden.

Laserpunktur

„Light Amplification Stimulated Emission of Radiation“ (Lichtverstärkte stimulierende Strahlungsemission)

Der Einsatz von Low-Level-Lasern in der Veterinärmedizin ist keine Seltenheit mehr. Er ist ein fester Bestandteil zur Linderung von Schmerzen.

Diese Form der Therapie wird von den Tieren sehr gut angenommen, da sie schmerz- und keimfrei ist. Die Laserpunktur wird bei ängstlichen und scheuen Tieren ange-wendet, aber auch für empfindliche Körperstellen, wo Nadeln unangenehm sind.

Die Laserstrahlen finden ihre Wirkung direkt auf der Haut als auch in der Tiefe. Diese Anwendung stimuliert Zellen und Gewebe somit wird ein körpereigener Regulations- und Heilungsprozess angeregt.

Goldakupunktur

Weiterentwicklung der klassischen
Nadelakupunktur

Die Goldakupunktur ist ein einmaliger Eingriff. Sie ist als ganzheitliches Therapieverfahren zu sehen und ist eine Alternative zu dauerhaften Schmerzmedikamenten. Ebenfalls vermeidet man dadurch wiederholte Akupunkturbehandlungen. Der Schwerpunkt liegt auf chronische Gelenksleiden. Insbesondere Hunde profitieren von dieser Behandlung, z.B. bei Hüft-, Ellenbogen- oder Kniegelenkserkrankungen oder Wirbelsäulenleiden.

Die 3 mm langen Golddrähte werden an spezifische Akupunkturpunkte implantiert. Dadurch wird eine Stoffwechselveränderung im erkrankten Bereich erzielt. Die verspannte Muskulatur wird entspannt und die Beweglichkeit dadurch deutlich verbessert. Bei diesem Verfahren ist bei vielen Vierbeinern eine weitere Medika-mentenzugabe meist hinfällig bzw. wird reduziert.

Die Implantate werden während einer Sedation an die Akupunkturpunkte eingesetzt. Das Tier hat keine Operationsschmerzen, die Implantate wandern nicht und behalten ein Lebenlang ihre Wirkung. Auch Operationsnachsorgen sind nicht nötig. In den ersten 14 Tagen sollte das Tier leicht bewegt werden, damit es sich an das neue Bewegungsgefühl gewöhnt.